Stimmen zum Projekt

Claudia Roth - MdB, Bündnis 90/ Die Grünen


"...Das Projekt „12 mal anders“ steht in einer für die Fotografiegeschichte wichtigen Traditionslinie. Kein geringerer als August Sander hat mit seinen "Menschen des 20. Jahrhunderts" unterschiedlichste Berufsrollen und Gewerke in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dokumentiert. Ich bin gespannt darauf, wie das Experiment "12 mal anders" ausgeht, der Versuch, zu Beginn des 21. Jahrhunderts zwölf außergewöhnliche Berufe "abseits der Hauptstraßen" zu dokumentieren. Ich wünsche allen Teilnehmenden einen spannenden Arbeitsprozeß und uns Rezipienten erhellende Einblicke in die Lebenswege von Menschen, die sich den Mut zum Anderssein nicht nehmen lassen."

                                                                                                                                  12.12.2012


Dagmar Wöhrl - MdB, CSU

 

Grußwort der Bundestagsabgeordneten Dagmar G. Wöhrl, Parl. Staatssekretärin a.D. für die Homepage zum Projekt „12 mal anders“

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunstfreunde,

 

die Berufswahl verlangt gerade in der heutigen Zeit oftmals große und wichtige Entscheidungen:

Wonach wähle ich überhaupt meinen Beruf aus? Nach Neigung oder wirtschaftlichen Aspekten? Ist mir Selbstverwirklichung oder (finanzieller) Erfolg wichtiger? Ermöglicht mir mein „Traumberuf“ auch, meinen Lebensunterhalt zu bestreiten? Und in welchem Beruf finde ich überhaupt für mich persönlich die größte Bestätigung?

 

Heutzutage wird schon sehr früh mit Selbsttests und Berufsberatung angefangen, damit auch jeder den für ihn perfekten Beruf finden kann. Wenn man die ganzen Fragen und Gespräche hinter sich hat, bekommt man meistens den Vorschlag, Arzt, Anwalt, Architekt oder etwas anderes „Bodenständiges“ zu werden. Die außergewöhnlichen Berufe kommen bei der Berufsberatung nicht vor und nicht einmal Internet-Tests schlagen einem zum Beispiel den Beruf des Humorberaters vor. Täten sie dies, würden wir vermutlich zudem einfach stirnrunzelnd die Augenbrauen hochziehen und fragend auf den Bildschirm schauen: „Bitte was soll ich werden?“

Aber ist die Idee an sich so abwegig? Würde es uns denn nicht gefallen, Spaß bei der Arbeit zu haben? Oder weiß einfach bloß niemand von diesem Berufsbild?

 

Hier setzt die Kunst an und bringt diese Ausstellung ins Spiel:

Kunst kommt bekanntlich von Können. Kunst ist aber noch viel mehr, als bloßes feinmotorisches Geschick. Kunst ist auch Berufung und Passion und gibt den Blick frei auf Neues und Unbekanntes.

Die Ausstellung „12 mal anders“ von Eva Leopoldi und Manfred Ehrenlechner bietet uns die Gelegenheit, solche „anderen“ Berufe kennen zu lernen. Die eigenen Interpretationen der Künstler erweitern die Perspektive des Betrachters und ermutigen zur Betrachtung aus unterschiedlichsten Blickwinkeln.

 

Malerei, Fotographie, Literatur und Videobearbeitung informieren über zwölf „exotische“ Berufe. Sie können verschiedene Sichtweisen und Berufswelten erkunden, einen Blick in den Berufsalltag dieser Künstler werfen und sicherlich um viele kreative Ideen reicher wieder nach Hause gehen.

 

Sicherlich interessieren sich viele Menschen für den unglaublichen Facettenreichtum, den unsere Berufswelt bietet. Dieses Kunstprojekt ist eine spannende, neue und kreative Art, ungewöhnliche Berufe unter künstlerischen Aspekten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und verständlich zu machen.

 

Besonders freue ich mich darauf, wenn das Projekt Station in Nürnberg macht und bin selbst sehr gespannt, die Präsentation von Sein und Schaffen zum Beispiel eines Falkners, eines Puppendoktors, eines Ocularisten und weiterer interessanter Berufe selbst live zu sehen.

Lassen Sie sich inspirieren, überraschen und gehen Sie auf eine spannende Entdeckungsreise!

 

Herzlichst

                                                                                                                        05.02.2013


Stefan Christl, Boesner Nürnberg

 

"...

Dieses Projekt hat mich sofort begeistert – es erweitert den Horizont und bringt uns Berufe näher, die im Rahmen einer Berufsberatung wahrscheinlich nie eine Chance hätten.

 

Die Empfehlung kann in unserer Zeit nur lauten: folge deiner eigenen Vorgabe, auch wenn es vielleicht länger dauert oder auf den ersten Blick nicht erfolgversprechend ist.

 

Ich selbst habe lange mit meinem ursprünglichen Beruf gehadert – um ihn dann nach vielen Ausflügen und Nebenwegen doch zu meinem Lebensinhalt zu machen.

 

Boesner kann bei der Suche nach dem richtigen Beruf eine gute Inspiration sein, besonders wenn es sich um künstlerische Berufe handelt. Solche Berufe machen oft glücklich – wenn auch nicht immer reich.

 

Ich wünsche Ihnen Zufriedenheit mit Ihrem Beruf – oder genügend Unzufriedenheit um endlich damit zu brechen."

 

herzlichst,

Stefan Christl, Boesner Nürnberg

                                                                                                                                  05.02.2013


"Miss Wanda Bra"

 

"Gern habe ich als "Miss Wanda Bra" für "12 mal anders" am 27.10.2013 die Moderation übernommen.

 

Durch "Kaffeequatsch mit Wanda und Gästen" konnten wir die Besucher der Ausstellung musikalisch und mit Gequatsche auf die Kunst aufmerksam machen.

 

 ...Danke für die tolle Zusammenarbeit und die zauberhafte Kunst. Es hat mir viel Freude bereitet. Ich konnte durch das Interview mit Eva Leopoldi viel über die Ausstellung erfahren, über den Hergang und die Arbeit, die dahinter steckt.

 

Berufe als Kunst in Malerei, Fotografie, Videodesign und Literatur, dazu Geschichten über die Berufsinhaber - ein herrlicher Anblick und Anregung zur Fantasie. Ein Grund, um näher an die Kunstobjekte zu treten, sich selbst seine Meinung zu bilden und seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

 

 ...Durch die Geschichten und Interview habe ich Eva Leopoldi näher kennen lernen dürfen und als Freundin gewonnen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen in einer der anderen Städte; denn diese Ausstellung ist ein Projekt, das auf Tour gehen wird und noch weitere Städte besuchen wird...

 

Dafür wünsche ich weiter viel Erfolg für dieses interessante Projekt."

 

Frank Denkler, alias Miss Wanda Bra, Berlin                                                                              30.10.2013